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A nice painting or watercolour soon to come!

 


 


From my forthcoming novel 'Der Herr des Krieses'- The Redcoats arrive at Torres Vedras - Some Days later Andre Massena has a bad surprise......

('Warlord' - 'Der Herr des Krieges'  Chapter 8 'Winkelzüge', Part 1 )

Am 8.Oktober 1810 kamen die ersten Einheiten von Wellingtons Feldheer vor den Wällen von Torres Vedras an. Wie Noah auf die Arche, geleitete Sir Arthur seine Soldaten im strömenden Regen, aber noch vor der großen Flut in ihre neuen Stellungen hinter den Befestigungslinien. Durch die Verschnaufpause von fast neun Monaten war es Oberst Fletcher und den Ingenieure des Feldheeres gelungen, die Befestigungsarbeiten weiter voranzutreiben, als der Oberkommandierende je zu hoffen gewagt hätte. Drei Wälle schützten Portugals Hauptstadt vor einem französischen Angriff. Lediglich Bob Craufurds bewährte Leichte Division und Freddy Ponsonbys britische und portugiesische Husaren befanden sich am 10.Oktober noch außerhalb der schützenden Mauern. Nur die Stellungen von der Mündung des Zizandre am Atlantik bis Mafra und Quintella hielten über dreißig Meilen, entlang der ersten Befestigungsanlage, vorläufig die Briten. Die beiden inneren Bollwerke waren bereits mit portugiesischer Miliz und Ordenanza besetzt. Arthur glaubte nicht, das die Franzosen jemals soweit kommen würden, als das die Hilfstruppen seiner Verbündeten auch nur einen Kanonenschuss abgeben müssten. Und auch an der vordersten Wälle  würde das anglo-alliierte Feldheer sich gerade einmal lange genug aufhalten, um nach dem Wettlauf von Bussaco nach Südportugal hinunter ein bisschen Atem zu schöpfen. Dann sollten auch sie durch 25.000 portugiesische Milizangehörige, 8000 Spanier unter Arthurs Freund de la Romaña und 2500 britische Marineinfanteristen und Artilleristen ersetzt werden. Die Wälle von Torres Vedras verfügten über ein hervorragendes Kommunikationssystem: Fletcher hatte Semaphoren errichtet, die in weniger als sieben Minuten eine Nachricht von der Atlantikküste bis hinunter zum Tejo übermitteln konnten. Eine schriftliche Nachricht brauchte von Arthurs Hauptquartier in Pero Negro zu jeder beliebigen Einheit seines Feldheeres weniger als eine Stunde.  Der Ire hatte über mehrere, französische Angriffsvarianten spekuliert und in Anbetracht aller nur erdenklichen Möglichkeiten seine Divisionen aufgestellt. Die Befestigungsanlagen waren so sicher, das er es sich ausnahmsweise erlauben konnte, riesige Frontabschnitte mager zu bemannen. An der östlichen Flanke, am Tejo stand nur Hills Zweite Division, zwischenzeitlich um portugiesische Einheiten verstärkt. Als nächstes kam Craufurd. Er hatte den längsten Frontabschnitt, aber auch die größte Erfahrung mit einer solchen Situation. Bei Torres Vedras lag die Dritte Division von Sir Thomas Picton. Das restliche Gros des Feldheeres hatte Wellington links und rechts von seinem eigenen Hauptquartier gesammelt. Da alles, was irgendwie transportiert werden konnte, hinter den Wällen von Torres Vedras in Sicherheit gebracht worden war, fühlten die britischen und portugiesischen Soldaten sich, wie im Schlaraffenland. Alles war so reichlich vorhanden und niemand kam auf die Idee, zu stehlen, oder zu plündern. Und dann stellten die Alliierten sich zur Entscheidungsschlacht um Portugals Freiheit:

 Es war die kürzeste und unblutigste militärische Konfrontation, die Lord Wellington in seinem langen Soldatenleben je erlebt hatte: Frankreichs Portugalarmee kam am 11.Oktober vor den Wällen von Torres Vedras an und war - verwundert! Nichts ging mehr, denn irgend jemand hatte ihnen teuflische Befestigungsanlagen  vor die Nase gesetzt; stark, unbezwingbar und strotzend vor Kanonen. Der Prinz von Esslingen brauchte drei Tage, um sich von der Überraschung zu erholen. Am vierten Tag, die Franzosen waren entlang der Wälle mit einer großen Anzahl von Soldaten zu Aufklärungsoperationen unterwegs, schoss ein alliiertes Geschütz vom Fort 120 einen einzigen Kanonenschuss in Richtung der Adler ab, um diesen zu verstehen zu geben: " Non Ultra - Bis hierhin und nicht weiter!"  Dieses Fort befand sich auf dem Monte Agraco, unweit von Wellingtons eigenem Hauptquartier Pero Negro. Arthur hatte den ganzen Morgen hoch oben auf dem Berg gestanden, und jede Bewegung seines Gegners gespannt beobachtet. Irgendwo, tief in seinem Inneren hoffte er, das Massena sich hier, an dieser Stelle, vielleicht auf ein zweites Bussaco einlassen würde. Fort 120 war eine vorgezogene Befestigung, Pero Negro ein bis an die Zähne bewaffnetes Felsennest. Vor diesem befanden sich noch die Forts 15 bis 17, jedes mit zwei schweren Howitzern bestückt und als Krönung der ganzen Verteidigung, Fort 14 mit 1590 Infanteristen, vierzehn Zwölfpfündern, sechs Neunpfündern, vier Sechspfündern, einem Howitzer und - Oberst Rettberg von der Königlich Deutschen Legion. 

Doch anstatt anzugreifen, zog Andre Massena nur den Zweispitz vom Haupt und bedeutete dem alliierten Artilleristen, der gerade geschossen hatte, das Frankreich die Warnung zur Kenntnis nahm und sich aus der Reichweite der Geschütze zurückzog. Gegen die einsame Gestalt, hoch auf dem Monte Agraco schüttelte er wütend die Faust. Es war niemandem im französischen Stab schwergefallen, zu erkennen, wer der Initiator des demütigenden Schauspiels bei Bulhaco gewesen war. Noch zu gut hatten die Offiziere und der Prinz von Esslingen selbst ihre letzte Niederlage in Nordportugal, den großen, hellbraunen Hengst und seinen Reiter in einer einfachen, blauen Feldjacke, ohne Orden und Rangabzeichen  im Gedächtnis. Er war der einzige Leopard, der die Farbe der Adler trug! 

Dann schrieb ein unglücklicher Marschall aus seinem Hauptquartier in Sobral an seinen Kaiser in Paris: " Der Prinz von Esslingen ist zum Schluss gekommen, dass es die Armee Ihrer Majestät kompromittieren würde, wenn wir mit aller Gewalt unternehmen sollten, eine solch gewaltige Befestigungsanlage anzugreifen." Selbst Michel Ney, der ' Tapferste der Tapferen' hatte seinem Oberkommandierenden unmissverständlich erklärt, das er nicht verrückt genug war, sich gegen Wellingtons Wälle zu werfen.

 Während Andre Massena in einer immer tieferen Depression versank, rieb sein britischer Gegner sich zufrieden die Hände und ritt von seinem Aussichtspunkt zurück in die Festung von Pero Negro. Für ihn hatte es sich gelohnt, vierzehn Monate lang von allen Seiten her Kritik und Quaken zu ertragen. Seine Überraschung für die Adler war perfekt gelungen. Am Tag des ersten und letzten Kanonenschusses schrieb er spöttisch an den Kriegsminister und das Kabinett in Whitehall: " Die Schlacht um Lissabon hat heute früh zwischen 11 Uhr 15 und 11 Uhr 20 stattgefunden. Nachdem die anglo-alliierte Armee, unterstützt von den tapferen Artilleristen der portugiesischen Miliz am Befestigungsturm 120 bei Bulhaco einen Kanonenschuss zur Warnung auf die französische Portugalarmee unter Marschall Andre Massena abgegeben hat, hat der Prinz von Esslingen beschlossen, sich auf eine Position in der Estremadura zurückzuziehen. Ich habe die Ehre, dem Oberkommando keine Toten oder Verletzten melden zu müssen. Die französische Seite hat bei Alhandra General de Sainte-Croix verloren, der bei einem Gefecht zwischen französischer Kavallerie und unseren Kanonenbooten auf dem Tejo(?) gefallen ist.  Wellington" Zur Erklärung legte er eine Kopie der Zeichnungen bei, die für die Befestigungsarbeiten um Lissabon gedient hatten. Dann beschloss er, dass sein Arbeitstag beendet war und verschwand vergnügt in den Stallungen der Festung von Pero Negro, um Kopenhagen und Libertad zu satteln und Lady Lennox zu einem kleinen Ausritt in die Berge zu überreden. Er hatte einem guten Freund eine freudige Mitteilung zu machen.

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